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Verläuft die Anreise zu einer Kreuzfahrt nicht nach Plan und finden Sie sich deshalb nicht rechtzeitig zur Einschiffung ein, haben Sie ein Problem. Schlimmstenfalls nimmt die Reederei an, dass Sie die Schiffsreise nicht antreten, und storniert die Kreuzfahrtbuchung zu Ihren Lasten.

Doch auch Landausflüge bergen das Risiko, dass Sie statt Ihres Cruisers nur einen leeren Pier vorfinden.

In beiden Fällen gibt es jedoch Möglichkeiten, das Zuspätkommen halbwegs sicher zu verhindern. Welche das sind und was Sie tun können, wenn Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen die Kreuzfahrt verpasst haben, erfahren Sie hier.

Die häufigsten Gründe für eine Verspätung

Für Kreuzfahrten sind meist lange Anfahrten nötig. Ob per Flugzeug, per Bahn oder mit dem eigenen Auto – die Reise beginnt nicht erst auf dem Schiff, sondern direkt vor Ihrer Haustür. Und auf dem Weg von Ihrem Zuhause zum Kreuzfahrthafen lauern auch die größten Probleme, insbesondere bei der Anreise in Eigenregie.

Ob Autopanne, Zugverspätung, Streik, Flugausfall oder Flug verspätet und Anschlussflug verpasst – es gibt unterschiedlichste Gründe für das unpünktliche Eintreffen am Kreuzfahrthafen. Es kann aber durchaus auch passieren, dass Sie rechtzeitig dort ankommen und Ihr Cruiser ist trotzdem weg. So verließ beispielsweise die Serenade of the Seas im August 2011 den Hafen wegen eines herannahenden Hurrikans bereits mehrere Stunden vor der geplanten Abfahrtszeit, obwohl noch längst nicht alle Passagiere an Bord waren.

Kreuzfahrt verpasst – wer trägt die Schuld?

Organisieren Sie die Anreise zu Ihrer Weltkreuzfahrt per Schiff eigenständig, können Sie gegenüber dem Komplettpaket zum Teil viel Geld sparen.

Allerdings entsteht Ihnen dadurch ein entscheidender Nachteil: Bei Verspätungen dürfen Sie nicht damit rechnen, dass das Schiff auf Sie wartet. Außerdem müssen Sie selbst zusehen, dass Sie zum nächsten Hafen und somit doch noch in den Genuss Ihrer Reise um die Welt kommen.

Wichtig ist, rechtzeitig Kontakt zur Reederei aufzunehmen, da diese sonst Buchung auf Ihre Kosten storniert. Weiterhin empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  1. Suchen Sie den Hafen-Agenten der Reederei auf.
  2. Setzen Sie sich telefonisch mit dem Schiff, dem Kundenservice der Reederei und ggf. der Reiseversicherung in Verbindung, um das weitere Vorgehen zu klären.
  3. Planen Sie den Nachtransport zum Kreuzfahrtschiff, die Reise zum nächsten Hafen oder die Rückkehr nach Hause. Hierbei ist Ihnen der Hafen-Agent gern behilflich.
  4. Klären Sie, ob Sie Ansprüche gegenüber der Fluglinie oder der Reederei geltend machen können. Bei eigener Anreise dürfte Letzteres laut diverser Urteile allerdings nur selten der Fall sein.

Buchen Sie eine Weltreise-Kreuzfahrt inklusive Anreise, ist der Reiseveranstalter für die gesamte Weltreise per Schiff, also auch für Ihr pünktliches Eintreffen am Kreuzfahrthafen verantwortlich.

Bei Verzögerungen, beispielsweise durch einen Flugausfall oder weil sich der Flug verspätet, muss die Reederei laut Reiserecht gewährleisten, dass der Cruiser auf Sie wartet, oder Ihnen notfalls einen kostenlosen Transfer zum nächsten Hafen anbieten. Gelingt ihr das nicht, gilt die Leistung laut gängiger Urteile als nicht erbracht und sie muss den Preis für die Weltreise-Kreuzfahrt zurückerstatten. Aus welchem Grund die Anreise nicht oder nur verspätet bewerkstelligt werden konnte, ist dabei nicht relevant.

Anders sieht es aus, wenn Sie einen pauschal mitgebuchten Flug oder Anschlussflug aus eigener Schuld verpassen. In diesem Fall haben Sie auch bei der Komplettbuchung keine Chance, wieder an Ihr Geld zu kommen.

(Ein Blick in die Verträge ist generell empfehlenswert.)

Kreuzfahrt verpasst wegen Flugausfall – höhere Gewalt berechtigt zur Kündigung der Weltkreuzfahrt

Am 18. Dezember 2012 fällte der Bundesgerichtshof das überraschende Urteil, dass Kreuzfahrt-Passagiere ihren Reisevertrag mit der Reederei kündigen und ihre bereits geleistete Anzahlung beim Vorliegen höherer Gewalt zurückverlangen können (BGH, 18.12.2012 – X ZR 2/12). Auch Stornogebühren müssen sie nicht bezahlen.

Unter den Begriff „höhere Gewalt“ fallen Naturkatastrophen wie Blitzeinschläge, Vulkanausbrüche, Waldbrände, Erdbeben, Hurrikans und Tsunamis, die eine konkretes Hindernis für die Teilnahme an einer Kreuzfahrt darstellen. Gleiches gilt für unvorhergesehen ausbrechende Epidemien wie die Lungeninfektion SARS oder die Maul- und Klauen-Seuche.

Bekommen Sie hingegen nach der Buchung einer Kreuzfahrt in tropische Regionen Angst vor ortsüblichen Infektionskrankheiten wie dem auf Mauritius auftretenden Chikungunya-Fieber, ist eine Stornierung aufgrund höherer Gewalt nicht möglich (LG München, Az.: 34 S 22222/07).

Weitere interessante Urteile zum Reiserecht bei Kreuzfahrten finden Sie beispielsweise in der Würzburger Tabelle.

Reiseversicherungen nur bedingt hilfreich

Eine Reiseversicherung nützt Ihnen bei einer verpassten Kreuzfahrt per Schiff nur eingeschränkt.

Herkömmliche Reiserücktritt- bzw. Reiseabbruch-Versicherungen denken ausschließlich Fälle ab, in denen die Reise mit dem Schiff wegen einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls nicht angetreten werden kann.

Es gibt jedoch einige wenige Versicherungsvermittler, die unvorhergesehene Ereignisse wie Autopannen und Zug- oder Flugverspätungen abdecken. Entsprechende Versicherungen können Sie allerdings nicht direkt, sondern nur über ein Reisebüro abschließen.

 

Tipps für die rechtzeitige Anreise

„Wie lange vorher da sein?“ ist eine der wichtigsten Fragen vor einer Kreuzfahrt-Weltreise.

Sie sollten mindestens zwei, besser drei Stunden vor der geplanten Abfahrt im Hafen anzukommen.

Das pünktliche Erscheinen ist nicht zuletzt deshalb von großer Bedeutung, weil bereits vor dem Ablegen eine Seenotrettungsübung stattfindet, an der alle Passagiere teilnehmen müssen.

Reisen Sie mit dem Flugzeug zu Ihrer Weltreise-Kreuzfahrt an, empfiehlt es sich, wenigstens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Wird für Ihren Reisetag ein Streik im Flugverkehr angesagt, sollten Sie sich rechtzeitig bei der Airline erkundigen, ob Ihr Flug davon betroffen ist und ob Sie den Zielflughafen ggf. über einen Ersatzflug halbwegs pünktlich erreichen. Ist das nicht der Fall, können Sie den Flug kostenfrei stornieren und sich nach einem anderen geeigneten Beförderungsmittel (andere Fluglinie, Fernbus, Bahn) umschauen.

Bei einer inklusive Flug gebuchten Weltreise sorgt die Reederei dafür, dass Sie auch bei einem Streik rechtzeitig ankommen. Bislang soll beispielsweise noch kein Passagier wegen einer Arbeitsniederlegung ein Aida Schiff verpasst haben. Bei den anderen großen Anbietern dürfte die Bilanz ähnlich gut ausfallen.

 

Geht es um das Thema „Bahn Verspätung Schiff verpasst“, kann so mancher Kreuzfahrer ein Liedchen singen.

War die Deutsche Bahn in den 1960er bis 1980er Jahren noch internationaler Vorreiter bezüglich der Pünktlichkeit, kann man heute schon lange nicht mehr die Uhr nach den Zügen stellen.

Planen Sie bei einer Anreise mit der Bahn unbedingt genügend Zeitreserve für die Anfahrt ein und buchen Sie keine Strecken mit vielen Umstiegen und knappen Zeitfenstern.

Statt das Gepäck selbst mitzuschleppen, können Sie den Gepäckservice der Bahn nutzen. Dieser bringt Ihre Koffer von der Haustür bis aufs Kreuzfahrtschiff. Dafür werden bei einer Hochseekreuzfahrt derzeit (Stand Juli 2019) 42,5 Euro je Gepäckstück und Richtung fällig.

Problemen wie „Flugverspätung Schiff verpasst“ können Sie relativ gut aus dem Weg gehen, indem Sie mindestens einen Tag früher anreisen und lieber eine oder mehrere Übernachtungen in der Nähe des jeweiligen Starthafens buchen.

Auch die Bahn kann dann beliebig viel Verspätung haben.

Morgens im Hotel frühstücken und anschließend entspannt mit dem Taxi zum Hafen – das kann Ihnen einiges an Stress und Ärger vor Beginn Ihrer Reise um die Welt ersparen.

Verspätung nach Landausflug vermeiden – auf Nummer sicher mit organisierten Ausflügen

Grundsätzlich sind Sie als Kreuzfahrtpassagier selbst dafür verantwortlich, rechtzeitig wieder zurück an Bord zu kommen.

Dabei ist nicht die Abfahrtszeit ausschlaggebend, sondern die im Tagesprogramm angegebene „Alle Mann an Bord“-Zeit, die in aller Regel auch nochmal auf einer Tafel an der Gangway angeschrieben steht. Diese liegt üblicherweise eine halbe bis dreiviertel Stunde vor dem eigentlichen Abfahrtszeitpunkt.

Gehen Sie auf Nummer sicher, in dem Sie die Zeit notieren oder fotografieren.

Verlassen Sie sich keinesfalls auf die Zeiten, die im ursprünglich geplanten Reiseverlauf verzeichnet waren, sondern beachten Sie aktuelle Aushänge, Flyer, Newsletter und Mitteilungen.

Nehmen Sie bei einer Kreuzfahrt-Weltreise an einem vom Schiff bzw. von der Reederei angebotenen Landausflug teil, trägt der Anbieter die Verantwortung dafür, dass Sie zu Ihrer Reise um die Welt rechtzeitig wieder an Bord sind.

Das gilt auch für den eher seltenen Fall, dass die Kreuzfahrtschiff-Abfahrt früher als zur ursprünglich angekündigten Zeit stattfindet. Das kann gelegentlich vorkommen, wenn sich die Wetterlage drastisch verschlechtert und die Gefahr besteht, dass die Sicherheit des Schiffs durch ein Unwetter gefährdet ist.

Zwar gibt es auch bei einem offiziellen Landausflug keine 100-prozentige Garantie auf rechtzeitige Rückkehr an Bord, allerdings ist die Reederei in diesem Fall verpflichtet, den Transfer zum nächsten erreichbaren Hafen und Übernachtungsmöglichkeiten zu organisieren und zu bezahlen.

Zwar ist es immer noch ärgerlich, wenn ein Passagier nach einem offiziellen Ausflug das Kreuzfahrtschiff verpasst, aber ihm entstehen daraus immerhin keine zusätzlichen Kosten.

 

Tipps für eine rechtzeitige Rückkehr von selbstorganisierten Landausflügen

Die sicherste Methode, das Schiff nicht zu verpassen, ist, einfach an Bord zu bleiben. Das gilt insbesondere dann, wenn für den Landgang nur wenige Zeit angesetzt ist und Sie nicht gut zu Fuß sind.

Organisieren Sie Ihren Landausflug auf eigene Faust, müssen Sie selbst sicherstellen, dass Sie rechtzeitig wieder an Bord sind. Ob sich Ihr Bus verspätet, das Taxi eine Panne hat oder Ihre Armbanduhr die falsche Zeit anzeigt – solche Ausreden zählen nicht.

Planen Sie selbstorganisierte Ausflüge in jedem Fall vorausschauend und nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Setzen Sie den Fokus auf ein bis zwei Hauptziele. Wenn Sie damit fertig sind und noch ausreichend Zeit übrig ist, können Sie weitere Destinationen immer noch ansteuern.

Informieren Sie sich genau über die Entfernungen und planen Sie entsprechende Zeitpuffer für den Hin- und Rückweg ein. Erledigen Sie entfernte Sachen zuerst und stellen Sie das Shopping im Hafen ans Ende Ihres Ausflugsprogramms.

Eine Stadt-/Landkarte hilft Ihnen, sich nicht zu verirren. Die Nutzung von Google Maps empfiehlt sich nur bei ausreichend großem Datenvolumen.

Um im Notfall bei einer Weltreise mit dem Schiff die besten Optionen zu haben, sollten Sie neben den Ausweispapieren (Reisepass, Personalausweis oder zumindest eine Kopie davon) beim Landgang auch immer die Telefonnummer Ihres Schiffs und des zuständigen Hafen-Agenten dabei haben. Diese Nummern finden Sie meist im jeweiligen Tagesprogramm.

Auch die Rufnummern des Kundenservice der Reederei, Ihres Reiseversicherers und von Botschaft/Konsulat können sich als nützlich erweisen.

Grundsätzlich ist es ratsam, auf Weltkreuzfahrt-Landgängen immer etwas Bargeld dabei zu haben, um ggf. ein schnelles Taxi mieten zu können.

Auch die Mitnahme einer Kreditkarte ist zu empfehlen, mit der Sie ggf. das Flugticket zum nächsten Hafen bezahlen können. Hierfür sollte der Deckungsrahmen entsprechend hoch sein.

Führen Sie eine Kopie Ihrer Kreditkarte mit sich, sollten Sie die Vorder- und Rückseite auf mehrere Personen aufteilen. So ist die Gefahr geringer, dass beides verloren geht und Unbefugte Zugang zu Ihrem Konto erlangen.

Nicht vergessen sollten Sie Ihr Handy, über das die Besatzung Sie im Fall einer Verspätung erreichen kann.

Das wichtigste Utensil für den Landgang ist eine funktionierende Uhr, die auf die für die Abfahrt des Schiffs geltende Zeitzone eingestellt ist. Maßgeblich ist hierfür immer die Schiffszeit, die nicht zwingend mit der lokalen Hafenzeit übereinstimmen muss. Sind Sie sich unsicher, sollten Sie sich beim Verlassen des Schiffs nach der aktuellen Uhrzeit erkundigen.

Sie neigen zum Zuspätkommen? Dann stellen Sie die Uhr am besten 15 bis 20 Minuten vor und richten Sie am Handy ein gut hörbares Alarmsignal ein. Alternativ dazu können Sie sich auch einen zuverlässigen Partner suchen. Am besten mit Kreuzfahrterfahrung.

Warten Sie mit der Rückkehr an Bord nicht auf den letzten Drücker, sondern sein Sie lieber 30 bis 60 Minuten vor der „Alle Mann an Bord“-Zeit wieder da.

 

Sollten Sie lokale Anbieter von Ausflügen nutzen, achten Sie auf deren Erfolgsbilanz in Bezug auf eine rechtzeitige Rückkehr, d.h. 1 bis 2 Stunden vor der „Alle Mann an Bord“-Zeit.

Was passiert an Bord, wenn sich Gäste vom selbstorganisierten Landausflug verspäten?

Kommt ein Passagier nicht rechtzeitig auf das Schiff zurück, geht das Personal in aller Regel nach folgendem Procedere vor:

  1. Zunächst gibt es eine erste Durchsage circa 20 Minuten vor dem Auslaufen, dass sich der vermisste Passagier an der Rezeption melden soll.
  2. Kommt keine Rückmeldung erfolgt 5 bis 7 Minuten später eine zweite Durchsage.
  3. Es wird versucht, den Passagier via Handy zu erreichen (bei hinterlegter Nummer).
  4. Der Steward schaut nach, ob sich der Passagier doch schon in der Kabine befindet.
  5. Ein Mitarbeiter der Sicherheit sucht den Reisepass im Safe der Kabine.
  6. Wird der Reisepass gefunden, wird dieser dem Hafen-Agenten übergeben. Ist kein Pass da, geht die Kreuzfahrtleitung davon aus, dass der Passagier das Dokument mit sich führt.
  7. Das Schiff legt ab und der verspätete Passagier muss alle weiteren Kosten (Heimflug, Transfer zum nächsten Hafen, Hotelkosten etc.) aus eigener Tasche bezahlen.

Mit dem Gepäck von Zuspätkommern gehen die Reedereien unterschiedlich um. Zum Teil verbleibt es in der Kabine, manchmal packt aber auch das Schiffspersonal die Koffer und übergibt sie dem Hafen-Agenten.

 

Was kann ich tun, wenn ich mein Kreuzfahrtschiff verpasst habe?

Haben Sie bei einem selbstorganisierten Landausflug das Schiff tatsächlich verpasst, sind Sie zumindest nicht auf sich allein gestellt.

Jede Reederei verfügt über einen Hafen-Agenten, dem die Abwicklung der Hafenstopps von der Landseite aus obliegt.

Ist Ihr Cruiser bereits ausgelaufen, hilft er Ihnen bei der Organisation der Weiterreise und den nötigen Formalitäten weiter. Außerdem informiert er das Schiff, wann und wo Sie wieder an Bord kommen.

Die aus Ihrer Verspätung entstehenden Kosten, beispielsweise für das Hinterherfliegen zum nächsten Zwischenstopp müssen Sie allerdings selbst tragen.

 

Was kann ich (präventiv) tun, wenn ich mich (wahrscheinlich) verspäte?

Sobald Sie bemerken, dass Sie die Back-on-Board-Zeit vermutlich nicht einhalten können, sollten Sie das Schiff oder den Hafen-Agenten anrufen und Ihre voraussichtliche Ankunftszeit nennen.

Ist der Kapitän informiert, haben Sie insbesondere bei einer kurzen Verspätung (bis 30 Minuten) bessere Chancen, dass er auf Sie wartet.

Falls Sie nur eine Kopie des Reisepasses mit sich führen, sollten Sie dem Schiffspersonal sagen, wo sich das Original befindet. Fragen Sie außerdem, was im Worst Case mit Ihrem Gepäck passiert.

Wenn Sie es wider Erwarten doch noch an Bord schaffen, sollten Sie auf einen möglichen Spießrutenlauf und eine tagelange, nicht ganz freiwillige Berühmtheit gefasst sein.

 

Fazit: Pauschalreisende sind bei Verspätungen klar im Vorteil

Ob Sie Ihr Kreuzfahrtschiff verpasst haben, weil der Flug verspätet ankam, das Bahnpersonal gestreikt hat oder Sie bei der Anfahrt mit dem eigenen Auto eine Panne hatten – ärgerlich ist ein solches Vorkommnis in jedem Fall.

Das Reiserecht besagt, dass Sie bei eigenständiger Anreise in der Regel alle aus einer Verspätung resultierenden Kosten selbst tragen müssen. Einzig ein Flugausfall aufgrund höherer Gewalt berechtigt Sie dazu, die Reise zu stornieren und auch die Anzahlung zurückzuverlangen.

Haben Sie die Abfahrt Ihrer Kreuzfahrt-Weltreise verpasst, obwohl Sie diese im Paket mit der Anreise gebucht haben, bleibt Ihnen zwar der damit verbundene Stress nicht erspart. Allerdings muss die Reederei Sie auf ihre Kosten zum Schiff bringen und bei Bedarf auch zusätzliche Hotelübernachtungen zahlen.

Bereits bei der Buchung sollten Sie daher genau überlegen, ob die Kostenersparnis bei einer selbst organisierten Anreise wirklich das Risiko wert ist.

Auch wenn Sie nach einem Landgang die Kreuzfahrt verpasst haben, sind Sie besser dran, wenn Sie nicht auf eigene Faust, sondern mit einem von der Reederei veranstalteten Ausflug unterwegs waren.