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Bei längeren Urlauben, beispielsweise bei Kreuzfahrten, kann die Sehnsucht nach den heimatlichen Gefilden, der Familie und den Freunden zur Belastungsprobe werden.

Gerade bei Weltreisen sind die große Distanz und die lange Abwesenheit von daheim nicht für jeden leicht zu bewältigen.

Zwar kursieren zahlreiche Tipps gegen das Heimweh, allerdings eignen sich nicht alle für eine längere Reise per Schiff. Schließlich ist man auf dem Cruiser hinsichtlich der Möglichkeiten doch etwas eingeschränkt.

Mal eben die Heimreise per Auto oder Zug antreten geht schlecht, wenn man auf dem Meer unterwegs ist.

Natürlich könnten Sie versuchen, einen Flug zu buchen, der Sie vom nächsten Zielort aus zurück in die Heimat bringt. (Die Reederei sollte informiert werden…) Billig wird das aber nicht.

Außerdem dürfen Sie nicht erwarten, dass Sie von Ihrem Reiseanbieter auch nur einen Cent für die entgangenen Urlaubsfreuden zurückbekommen. Das Geld ist dann ohne weitere Gegenleistung futsch.

Waren Sie noch nie auf Kreuzfahrt und können sich selbst bezüglich des Heimwehs schlecht abschätzen, sollten Sie es zunächst mit einer kürzeren Route versuchen, statt gleich auf eine Reise um die Welt zu gehen.

Für den Fall, dass die Weltkreuzfahrt schon gebucht ist, haben wir für Sie hier ein paar Ratschläge und Hinweise rund um das Thema Sehnsucht nach der Heimat zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Heimweh, wie entsteht dieses Gefühl und warum trifft es manche Menschen mehr als andere?

Bereits seit Jahrtausenden leiden Menschen unter Heimweh. Die Wurzeln dafür sind in unserer Natur zu finden.

Unsere Vorfahren lebten schon vor rund 2,5 Millionen Jahren in kleinen, überschaubaren Gruppen, die Sicherheit, vertraute Kooperation und soziale Einbindung bedeuteten.

Diese Lebensweise schuf besonders gute Bedingungen für das Überleben der Mitglieder solcher Verbände. Dies hatte einen prägenden Effekt auf die genetische Basis unseres Verhaltens. Wir sind von Natur aus soziale, kooperative Wesen.

Hieraus resultiert unsere Sehnsucht nach der Heimat, die bei vielen Menschen über kurz oder lang auftritt, wenn es sie in die Fremde verschlagen hat.

Im 17. Jahrhundert wurde die Sehnsucht nach dem Zuhause als „Schweizerkrankheit“ bezeichnet.

Das Krankheitsbild beschrieb der Arzt Johannes Hofer in seiner Doktorarbeit „De Nostalgia oder Heimwehe“, in der er den nachlassenden Kampfeswillen von im Ausland stationierten Schweizer Soldaten näher untersuchte.

Ein im 18. Jahrhundert verbreitetes Gerücht besagte, dass es in Frankreich bei Todesstrafe verboten sei, den Kuhreihen, ein bekanntes Hirtenlied, zu pfeifen oder zu singen, weil die Klänge die Schweizer Soldaten zur Fahnenflucht verleiten könnte. Gleiches soll für das Guggisberglied gegolten haben.

Aus soziologischer Sicht bezieht sich Heimweh auf verlorene Gemeinschaften, insbesondere während der Kindheit.

Die Sehnsucht kann aber auch im Erwachsenenalter auftreten, wenn sich der Einzelne vereinsamt fühlt.

Der Betroffene empfindet den Verlust der vertrauten Umgebung als sehr schmerzhaft und erhofft Besserung durch Rückkehr in seine Heimat.

 

Ähnlich wie heftige Trauer oder Liebeskummer kann Heimweh sehr intensiv ausfallen.

Dabei äußert sich das Gefühl bei jedem unterschiedlich. Einige Menschen leiden unter Nervosität, andere werden traurig, wieder andere bekommen Bauchschmerzen oder zeigen depressive Symptome.

Allen ist jedoch gemein, dass sie sich nach Geborgenheit und Vertrautheit sehnen.

Wie eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) aus dem Jahr 2012 ergab, bekommen knapp 71 Prozent der 50- bis 59-Jährigen auf Reisen nie Heimweh. Bei den 18- bis 29-Jährigen waren es nur etwas mehr als 57 Prozent.

Junge Menschen fühlen sich schneller verloren unter lauter „Fremden“.

Warum haben Kinder schneller Heimweh im Urlaub?

Sie haben sich schon seit Monaten auf die Reise per Schiff gefreut und eigentlich passt auch alles. Das Wetter könnte besser nicht sein, die Ausflüge und das Bordangebot sind toll und Ihre Kinder haben neue Freundschaften geschlossen.

Doch dann ist von einem zum anderen Moment alles vorbei. Pool doof, Kinderanimation doof, Sonnenschein doof – und nichts was Sie tun oder sagen, hilft.

Finden Sie auf Dauer keine Lösung, kann das Heimweh die ganze Weltreise vermiesen.

Die unglückliche Mischung aus Angst und Verlorenheit betrifft längst nicht nur alleinreisende Kinder, sondern auch solche, die mit ihren Eltern unterwegs sind.

Vielleicht fehlt das geliebte Haustier, das nicht mit auf Reisen gehen durfte und nun „ganz allein“ bei den Großeltern wartet. Oder der Nachwuchs vermisst seine Freunde, die jetzt ohne ihn zu Hause die Gegend unsicher machen.

Heimweh hat viel mit der Heimat zu tun.

Kinder spüren noch eine besonders tiefe Verbundenheit zu ihrem Zuhause, den Menschen dort und in der näheren Umgebung, dem nahegelegenen Spiel- oder Bolzplatz oder dem heimischen Garten.

Allerdings bezieht sich der Begriff Heimat nicht allein auf eine geografisch festgelegte Gegend.

Vielmehr setzt er sich aus gesellschaftlichen und sozialen Konstanten und anderen Dingen zusammen, welche die Identität jedes Einzelnen prägen.

Der Verlust dieses Umfelds macht Kindern deutlich mehr zu schaffen als Erwachsenen.

Was kann man gegen Heimweh machen? 37 Tipps

Sehnsucht nach der Heimat kann jeden überkommen, der für längere Zeit in der Fremde unterwegs ist.

Mit einigen kleinen Tricks können Sie diesem unliebsamen Gefühl jedoch vorbeugen und es in Schach halten, wenn es sich während der Weltreise doch einmal bemerkbar machen sollte.

Tipps, die sich speziell für Heimweh bei Kindern im Urlaub eignen, sind der besseren Übersicht wegen mit einem Sternchen (*) markiert.

Richtige Vorbereitung kann Heimweh verhindern

Am besten ist es, wenn die Sehnsucht nach zu Hause gar nicht erst auftritt.

In vielen Fällen lässt sich stärkeres Heimweh bereits durch eine optimale Vorbereitung der Reise verhindern oder zumindest in Grenzen halten.

1. Planen Sie Ihre Reise gut*

Das beste Mittel gegen eine übermächtige Sehnsucht nach dem eigenen Zuhause ist eine intensive Planung der Kreuzfahrt oder Weltreise.

Besorgen Sie sich Prospekte von den Zwischenzielen und stöbern Sie im Internet. Führen Sie sich die schönen Details der Reise um die Welt vor Augen.

Binden Sie gegebenenfalls auch Ihre Kinder in die Vorbereitung mit ein. So haben diese nicht das Gefühl, sich auf etwas Unvorhersehbares einlassen zu müssen.

Mit Oma und Opa sollte der Nachwuchs nur auf Kreuzfahrt gehen, wenn es zu diesen in einer wirklich engen Beziehung steht.

Sehen die Großeltern ihr Enkelkind nur einmal im Jahr und wollen mit ihm verreisen, um es besser kennenzulernen und eine Bindung aufzubauen, geht das in aller Regel schief.

Grundsätzlich sollte die Trennung von Mama und Papa mit mindestens einem Übernachtungswochenende vorher geübt werden.

2. Wählen Sie bei fehlenden Fremdsprachenkenntnissen ein Schiff einer deutschen Reederei bzw. mit deutscher Bordsprache*

Sprechen Sie nur ein paar Brocken oder gar kein Englisch, Spanisch oder Französisch, können Sie sich auf einem Cruiser ohne deutsche Bordsprache nur schwer verständigen.

Zudem müssen Sie damit rechnen, dass die Mehrzahl der Passagiere auf internationalen Schiffen kein Deutsch verstehen.

Können Sie sich nur mit Händen und Füßen unterhalten, wird es schwierig, mit den Mitreisenden in Kontakt zu kommen und nette Bekanntschaften zu schließen. Über längere Zeit mit niemandem reden zu können, fördert in hohem Maße das Heimweh.

Beherrschen Sie keine Fremdsprache, buchen Sie am besten eine Kreuzfahrt bei einer deutschen Reederei bzw. auf einem Schiff, bei dem auch Deutsch als Bordsprache angeboten wird.

So können Sie sichergehen, dass die Kommunikation sowohl mit dem Personal als auch mit den Mitreisenden klappt und Sie auch das Bordprogramm in Ihrer Muttersprache genießen können.

Ihr Nachwuchs sollte sich auf dem Cruiser ebenfalls verständigen können.

Für ältere Kinder, die bereits eine Fremdsprache in der Schule lernen, kann eine längere Weltreise per Schiff aber auch eine hervorragende Möglichkeit sein, die Kenntnisse zu vertiefen und zu erweitern.

Ermuntern Sie sie ruhig, mit anderssprachigen Kindern in Kontakt zu treten und Freundschaften zu schließen. Das lenkt vom Heimweh ab.

3. Finden Sie einen Reisepartner

Das Kreuzfahrt-Angebot für Alleinreisende ist nach wie vor sehr übersichtlich.

Auf vielen Schiffen gibt es keine Singlekabinen und wenn Sie allein eine große Kabine buchen, müssen Sie einen saftigen Aufschlag zahlen.

Lernen Sie gern neue Leute kennen und haben kein Problem, Ihre Kabine mit jemandem zu teilen, kommt Sie nicht nur die Reise billiger, auch das Heimweh-Risiko sinkt.

 

Am einfachsten gestaltet sich die Suche nach einem passenden Reisepartner im Netz.

In Reiseforen und -börsen können Sie sich kostenlos registrieren und sich nach einem geeigneten Compagnon umschauen.

Sofern es die Möglichkeit gibt, ein eigenes Profil anzulegen, sollten Sie diese wahrnehmen. Das erhöht die Chancen, durch andere Suchende gefunden zu werden.

Ebenso können Sie unverbindlich beim Reiseveranstalter anfragen, ob es bereits Alleinreisende gibt, die ihre Kabine gern teilen würden.

 

Treffen Sie sich am besten vorab, um zu sehen, ob die Chemie stimmt und Sie sich eine gemeinsame Reise per Schiff vorstellen können.

4. Planen Sie einzelne Segmente der Kreuzfahrt-Weltreise mit Teilen der Familie oder Freunden

Sie gehen allein auf Weltkreuzfahrt, weil weder Ihre Familie noch Ihre Freunde ausreichend Zeit für eine derart lange Reise haben?

Dann lässt es sich vielleicht einrichten, dass Ihre Liebsten für einzelne Etappen zu Ihnen stoßen.

In aller Regel sind die verschiedenen Segmente einer Weltreise mit dem Schiff separat buchbar, da die Reedereien ihre Cruiser anders kaum vollbekommen würden.

5. Nehmen Sie etwas mit, was Sie mit Ihrem Zuhause verbindet*

Ob Fotoalben, Musik, Bücher, Filme/Serien oder Ihre Kuscheldecke – Erinnerungen an Ihre eigenen vier Wände, die Familie oder die Freunde sind ein gutes Mittel gegen Heimweh.

Für Kinder gehören das Lieblingskuscheltier und, sofern reisetauglich, das Lieblingsspielzeug ins Gepäck.

6. Bestücken Sie Ihre Brieftasche mit Fotos Ihrer Liebsten

Mit Fotos in Ihrer Brieftasche haben Sie die Daheimgebliebenen immer direkt bei sich.

Vielleicht können Sie Ihre Liebsten auch bitten, Ihnen kleine Briefchen mit Botschaften mitzugeben, die Sie bei Heimweh aufmuntern.

7. Nehmen Sie ein Hobby mit*

Verbringen Sie oder Ihre Kinder zu Hause viel Zeit mit Ihren Hobbys?

Dann sollten Sie dieses bzw. die dafür benötigten Utensilien mit auf die Weltreise-Kreuzfahrt nehmen.

Das lässt sich natürlich nicht mit jedem Steckenpferd realisieren. Aber vielleicht finden Sie einen Ausgleich. Gärtnern Sie beispielsweise gern, bereitet Ihnen eventuell ein Buch zu bestimmten Gartenthemen Freude.

Bei Kindern ist es nicht ganz so einfach, Alternativen für ein heißgeliebtes Hobby zu finden.

Viele freuen sich allerdings über eine eigene Kamera, mit der sie ihre Entdeckungsreise per Schiff selbst dokumentieren können.

8. Kaufen Sie Globuli Ignatia D12 oder andere „Heimwehpillen“*

Die Wirkung der meisten „Heimwehmedikamente“ beruht auf dem sogenannten Placebo-Effekt.

Bei Kindern ist es häufig recht einfach: So lange sie daran glauben, dass die Pille gegen Heimweh hilft, wirkt sie auch. Dabei ist es in aller Regel egal, ob es sich um eine reine Zuckerkugel handelt oder ein pflanzlicher Wirkstoff enthalten ist.

Homöopathen empfehlen je nach Konstitution Globuli mit beispielsweise Ignatia, Pulsatilla oder Capsicum.

Lassen Sie sich hierzu am besten beraten.

Sicher kann Ihnen auch Ihr Hausarzt ein paar pflanzliche Mittel nennen, die beruhigend wirken und bei starkem Heimweh Linderung verschaffen.

Umgebung

Freizeitmöglichkeiten an Bord, Landgänge, Treffen mit neuen Bekanntschaften, eine Kreuzfahrt bietet so viele Eindrücke, dass für Heimweh fast keine Zeit bleibt.

Bei den meisten Menschen stellt sich das Sehnsuchtsgefühl in den Momenten ein, wenn sie allein in ihrer Kabine sind.

Zum einen empfiehlt es sich, die Unterkunft so gemütlich wie möglich einzurichten.

Zum anderen sollten Sie sich nicht länger als unbedingt nötig in Ihrem Quartier einigeln.

9. Kabine wohnlich einrichten

Die Unterkünfte auf einem Kreuzfahrtschiff sind von Haus zwar komfortabel, insgesamt jedoch eher nüchtern und zweckmäßig, teilweise fast schon steril eingerichtet.

Während Sie bei Außenkabinen wenigstens nach draußen schauen können, kann die Fensterlosigkeit in den Innenkabinen zusätzlich auf das Gemüt schlagen.

Je länger Sie per Schiff unterwegs sind, desto eher sollten Sie Dinge mitnehmen, mit denen Sie Ihre Kabine gemütlich einrichten können.

Mit Fotos der Familie und kleinen Dekostücken schaffen Sie im Handumdrehen eine Wohlfühloase, in die Sie immer wieder gern zurückkehren.

10. Nicht zu viel Zeit in der Kabine verbringen

Während Landtage wie im Flug vergehen und Ihnen gar keine Zeit für lange Kabinenaufenthalte lassen, sieht das an Seetagen anders aus.

Gerade Passagiere, die hauptsächlich wegen der Landgänge mitfahren und das Unterhaltungsprogramm eher als unnützes Beiwerk sehen, haben an diesen Tagen bisweilen mit Langeweile zu kämpfen.

Ist diese erst einmal da, dann gesellt sich recht schnell das Heimweh hinzu.

Damit gar nicht erst eine zu große Sehnsucht nach Daheim aufkommt, sollten Sie nicht zu viel Zeit untätig in Ihrer Kabine verbringen.

So ein Cruiser kann riesig sein und unzählige Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.

 

Nutzen Sie die freie Zeit beispielsweise für Wellness oder Sport, nehmen Sie an einem der angebotenen Kurse teil oder treffen Sie sich auf einen Drink mit netten Reisebekanntschaften.

11. Das Kreuzfahrtschiff erkunden

Je größer der Cruiser, umso mehr gibt es zu entdecken. Üblicherweise bieten die Reedereien geführte Rundgänge an.

Es kann sich aber auch lohnen, das Schiff auf eigene Faust zu erkunden. Bestimmt finden Sie einen Lieblingsplatz, an dem Sie sich ganz besonders wohlfühlen.

 

Bei Ihrem Erkundungsgang können Sie die Gelegenheit nutzen und einen näheren Blick in die verschiedenen Restaurants an Bord werfen.

In einem davon gibt es ganz bestimmt auch eines Ihrer Lieblingsessen – ebenfalls ein gutes Mittel gegen Heimweh.

Soziale Kontakte und Beziehungen aufrechterhalten

Manchmal genügt schon ein Telefonat mit Familienangehörigen, Freunden oder guten Bekannten, um aufkommendes Heimweh zu bekämpfen.

Menschen die Ihnen nahestehen, kennen Sie am besten und wissen, wie Sie Ihnen in dieser Situation weiterhelfen können.

Oft braucht es nur ein paar aufmunternder Worte, um die Sehnsucht nach der Heimat in den Hintergrund zu drängen und die Lust am Reisen wiederzuentdecken.

12. Vermeiden Sie zu viel Social Media*

Durch Fotos und Videos auf Facebook und Co. können Sie miterleben, was Ihre Liebsten wann und wo machen.

Diese Dinge mitzuerleben, ohne selbst anwesend sein zu können, lassen aber oft ein Da-wäre-ich-gern-dabei-Gefühl aufkommen.

Damit lässt auch das Heimweh nicht lange auf sich warten.

Social-Media-Kanäle zu meiden, kann sich als echte Erleichterung erweisen.

Das gilt natürlich auch für mitreisende Kinder.

13. Bleiben Sie in losem Kontakt mit Ihrer Familie

Texten, telefonieren oder sich per Videochat unterhalten – in Kontakt zu bleiben, ist heute leichter als je zuvor.

Zu viel davon kann aber ebenso Heimweh auslösen wie das permanente Kontakthalten via Social Media. Je öfter Sie an die Heimat erinnert werden, desto größer wird die Sehnsucht.

Beschränken Sie sich auf gelegentliche Anrufe und lassen Sie sich von Ihren daheimgebliebenen Angehörigen nicht dazu drängen, sie ständig über die Reise auf dem Laufenden zu halten.

Eine gute Variante wäre, ausschließlich kostenlose WLAN-Angebote in den angefahrenen Häfen für Skype, FaceTime, E-Mail oder Telefon zu nutzen.

Das erspart nicht nur in vielen Fällen das Heimweh, sondern auch einiges an Kosten.

Wo es gebührenfreies WLAN gibt, finden Sie leicht heraus, indem Sie der Crew folgen oder diese einfach fragen.

14. Schließen Sie neue Freundschaften an Bord*

Mit je mehr Menschen Sie auf Ihrer Reise in Kontakt kommen, desto leichter können Sie sich von Ihrer Sehnsucht nach zu Hause ablenken.

Gehen Sie aktiv auf Mitreisende zu, beginnen Sie Gespräche und initiieren Sie Treffen.

Auf diese Weise lernen Sie schnell neue Leute kennen und können Freundschaften schließen.

Igeln Sie sich nicht in Ihrer Kabine ein, sondern seinen Sie offen für neue Menschen und Erfahrungen.

 

Auch für den Nachwuchs ist die Interaktion mit Gleichaltrigen wichtig.

Kinder, die nur mit den Eltern unterwegs sind, kriegen viel schneller Sehnsucht nach den Freunden zu Hause als solche, die mit neuen Bekanntschaften das Kreuzfahrtschiff unsicher machen.

15. Nehmen Sie an Gruppenaktivitäten teil*

Sie haben Probleme, fremde Menschen anzusprechen?

Dann erkundigen Sie sich, welche Gruppenaktivitäten angeboten werden.

Diese werden üblicherweise von erfahrenen Animateuren geleitet, die versuchen, alle Teilnehmer gleichermaßen mit einzubinden.

Auf diese Weise kommen Sie mit anderen Reiseteilnehmern ganz von allein ins Gespräch.

 

Für Kinder ist auf den Cruisern einiges an Unterhaltung geboten.

Im Kids-Theater, in der Kinderdisco, beim Sport oder im Kino findet Ihr Nachwuchs schnell Anschluss, während Sie etwas Zeit für eigene Aktivitäten haben.

16. Tauschen Sie sich mit anderen „Heimwehpatienten“ aus

Wie bei den meisten anderen Problemen kann es auch bei Heimweh hilfreich sein, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Vielleicht kennen Sie Leute an Bord, denen es ähnlich ergeht und mit denen Sie gemeinsam gegen die Sehnsucht nach Zuhause ankämpfen können.

Gedankenhygiene für Ihr „Fernwohl“

Beim Heimweh drehen sich die Gedanken vor allem um das, was Sie zurückgelassen haben und Ihnen nun fehlt.

Hieraus resultieren negative Gefühle und eine gedrückte Stimmung, die dafür sorgen, dass Sie umso mehr an die Heimat denken.

Diesen klassischen Teufelskreis können Sie durchbrechen, indem Sie sich auf angenehme Dinge konzentrieren.

17. Hören Sie auf zu vergleichen

Versuchen Sie, Ihr Leben auf dem Kreuzfahrtschiff nicht mit dem Alltag zu Hause zu vergleichen.

Nehmen Sie Ihre Umgebung so an, wie sie ist, ohne sie ständig zu bewerten und sich die negativen Seiten vor Augen zu führen.

Seien Sie offen und interessiert für die einzigartigen Möglichkeiten, die Ihnen die Kreuzfahrt bietet.

Schreiben Sie eine Liste, auf der Sie schöne Erlebnisse während Ihrer Reise um die Welt notieren und zählen Sie die tollen Reiseziele auf, die Sie noch erleben werden.

Sie werden sehen: Es dauert gar nicht lange, bis das Heimweh verfliegt.

18. Meditieren Sie

Menschen, die regelmäßig meditieren, sind entspannter, ruhiger, gelassener und häufig auch glücklicher.

Meditation ist eine spirituelle Praxis, die Ihnen hilft, Ihr Gedankenkarussell zur Ruhe kommen zu lassen und den Kopf wieder freizubekommen.

Sie haben noch nie meditiert?

Erkundigen Sie sich, ob auf Ihrem Schiff entsprechende Kurse und Workshops auf dem Programm stehen.

Die Teilnahme bietet Ihnen gleichzeitig Gelegenheit, unter Leute zu kommen.

19. Leben Sie im Hier und Jetzt

Verlieren Sie sich nicht im Dort und Damals, sondern konzentrieren Sie sich darauf, was im Hier und Jetzt passiert.

Wenn Sie immer nur an zu Hause denken, entgeht Ihnen die Chance auf unvergessliche Erlebnisse, die Sie während Ihrer Kreuzfahrt-Weltreise erwarten.

Machen Sie beispielsweise Fotos von Ihrer Reise und freuen Sie sich darauf, diese später im Familien- oder Freundeskreis zu präsentieren.

20. Denken Sie an Ihr „Warum“ für die Weltkreuzfahrt

Machen Sie sich bewusst, dass Sie aus freien Stücken auf Ihre große Reise um die Welt gegangen sind und es eine Zeit gab, in der sie sich unbändig darauf gefreut haben.

Stellen Sie eine To-do-Liste mit Dingen auf, Sie auf Ihrer Kreuzfahrt noch erleben wollen und haken Sie die Punkte nacheinander ab.

Überraschen Sie sich selbst damit, wie viel Spaß das machen kann.

21. Konzentrieren Sie sich auf das Positive

Wenn Sie ständig darüber nachdenken, was Ihre Liebsten jetzt wohl gerade machen und was Ihre Freunde ohne Sie unternehmen, wird die Sehnsucht nach Hause umso größer.

Denken Sie in solchen Momenten daran, dass Sie in der Heimat im Grunde nicht viel verpassen.

Schließlich wird es auch nach Ihrer Rückkehr noch Grillabende, Kinobesuche und Geburtstagsfeiern geben.

Führen Sie sich vor Augen, dass jede Reise irgendwann endet und Sie zu guter Letzt wieder daheim ankommen – mit Erlebnissen und Erfahrungen im Gepäck, um die Sie die Daheimgebliebenen beneiden werden.

22. Dokumentieren Sie das Positive

Unangenehmes bleibt meist länger in Erinnerung als Angenehmes.

Aufgrund erlernter Erfahrungen oder Einstellungen neigen viele Menschen dazu, zu „katastrophisieren“, in „Alles-oder-Nichts-Schubladen“ zu denken und sich auf das Negative zu konzentrieren.

Positive Dinge werden hingegen schnell wieder ausgeblendet.

Es gibt eine Möglichkeit, diesem Dilemma ein Schnippchen zu schlagen: Legen Sie sich ein schönes Heft oder Buch zu und führen Sie ein Reisetagebuch, in dem Sie all die tollen Dinge eintragen, die Sie auf Ihrer Kreuzfahrt erleben, beispielsweise den strahlend blauen Himmel, ein leckeres Essen oder einen interessanten Landgang.

Ebenso ist es möglich, über die Weltreise zu bloggen.

Einerseits können Sie auf diese Weise Ihre daheimgebliebenen Familienmitglieder und Freunde an Ihren Erlebnissen teilhaben lassen, andererseits lässt Ihnen die Arbeit am Blog deutlich weniger Zeit für pessimistische Grübeleien.

23. Reden Sie über Ihre Gefühle*

Heimweh ist etwas ganz Natürliches, für das Sie sich nicht zu schämen brauchen.

Deshalb gibt es auch keinen Grund, die Sehnsucht nach der Heimat vor anderen zu verbergen.

Wenn Sie Ihren Kummer in sich reinfressen, kann sich der Zustand noch verschlimmern.

Besser ist es, mit einer vertrauten Person über Ihre Sorgen zu sprechen. Meist hilft es schon, sich das Problem einfach mal von der Seele zu reden.

 

Leiden Ihre Kinder unter Heimweh, sollten Sie das nicht als Lappalie abtun.

Erklären Sie Ihrem Nachwuchs, dass die Sehnsucht nach der Heimat etwas völlig Normales ist und manchmal auch erfahrene Reisende befällt.

Ermuntern Sie Ihre Sprösslinge, über ihre Gefühle zu sprechen oder sich den Kummer von der Seele zu schreiben.

24. Fragen Sie um Hilfe

Mit Ihrem Heimweh sind Sie garantiert nicht allein an Bord.

Selbst das Schiffspersonal, das meist mindestens ebenso lange unterwegs ist wie Sie, ist nicht davor gefeit.

Vielleicht haben Sie bereits Bekanntschaften mit Mitreisenden geschlossen oder sich nett mit dem einen oder anderen Besatzungsmitglied unterhalten.

Trauen Sie sich einfach, Menschen anzusprechen, mit denen Sie schon Kontakt hatten.

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht wenigstens versuchen würde, Ihnen zumindest mit gutem Rat zur Seite zu stehen.

25. Geben Sie sich Zeit

Die Komfortzone zu verlassen und sich in eine völlig neue, unbekannte Situation zu begeben, ist immer erst ungewohnt.

Gerade am Anfang sollten Sie Ihr Heimweh nicht überbewerten.

Nach ein paar Stunden oder Tagen fühlt sich alles schon viel vertrauter an.

Die Mitreisenden und das Personal sind richtig nett, das Essen schmeckt und an Bord gibt es so viel Abwechslung, dass für die Sehnsucht nach Hause kaum noch Raum bleibt.

Nehmen Sie sich die Zeit, anzukommen, und Sie werden merken, wie Sie sich immer besser einleben.

Setzen Sie sich nicht unter Druck und lassen Sie sich auf die Weltreise und die damit verbundenen Umstände ein. Schließlich haben Sie sich schon so lange darauf gefreut.

Planen Sie Aktivitäten

Je mehr Aktivitäten Sie während Ihrer Weltreise einplanen, desto geringer ist die Gefahr, eine unbändige Sehnsucht nach den heimatlichen Gestaden zu entwickeln.

Erstellen Sie am besten schon vor Ihrer Abreise eine ausführliche Liste mit Dingen, die Sie unbedingt unternehmen und erleben möchten.

26. Sorgen Sie für ausreichend Beschäftigung

Neigen Sie zu Heimweh, sollten Sie Langeweile vermeiden.

Zielloses Herumhocken fördert die Sehnsucht nach der Heimat und ist eine ideale Grundlage für pessimistische Gedanken.

Informieren Sie sich ausführlich über die Aktivitäten an Bord und planen Sie einige davon in Ihren Tagesablauf ein. So haben Sie immer etwas, worauf Sie sich freuen können.

 

Nutzen Sie die Gelegenheit, um neue Sachen auszuprobieren. Vielleicht bringen Sie ja ein neues Hobby mit nach Hause.

27. Schaffen Sie sich Routinen

Zu Hause wissen Sie, wo alles liegt, und kennen Ihren Tagesablauf genau.

Heimweh kann schon allein daraus entstehen, dass diese Sicherheiten und Automatismen unterwegs fehlen.

Nehmen Sie ruhig einige Ihrer vertrauten Routinen mit auf die Reise um die Welt oder kreieren Sie neue Rituale, die Sie jeden Tag wiederholen.

So schaffen Sie es, dass Sie gar nicht so viel über die Sehnsucht nach der Heimat nachdenken.

28. Erweitern Sie jeden Tag Ihre Komfortzone

In der eigenen Komfortzone zu bleiben, ist sicher, bequem und einfach.

Allerdings hält Sie diese Selbstbeschränkung davon ab, sich weiterzuentwickeln und neue Erfahrungen zu machen.

Je mehr Sie es schaffen, Ihre Komfortzone zu vergrößern, desto mehr Selbstvertrauen bauen Sie auf.

Zugleich werden Sie flexibler und reduzieren Ihre Ängste. Damit werden Sie auch unabhängiger von Ihren Wurzeln und leiden weniger unter Heimweh.

29. Probieren Sie Neues aus

Um eine Kreuzfahrt-Weltreise wirklich genießen zu können, sollten Sie neuen Erfahrungen bereit und offen gegenübertreten.

Das gilt nicht nur für die Landausflüge, sondern auch für die Aktivitäten an Bord.

Abseits von Animationsspektakel und Bordunterhaltung bieten sich Ihnen auf den Cruisern noch viele weitere Beschäftigungsmöglichkeiten.

Durchstöbern Sie einfach mal das Bordprogramm. Vielleicht entdecken Sie ein völlig neues Hobby, an dem Sie später auch zu Hause Ihre Freude haben.

30. Machen Sie Sport

Auf Kreuzfahrtschiffen können Sie nicht nur die Welt erkunden, sondern auch fit bleiben.

Zum einen tun Sie dabei etwas für Ihre Gesundheit. Zum anderen ist Sport ein super Mittel gegen Heimweh.

Das Training startet in Ihrem Körper biochemische Prozesse, die für die Ausschüttung von Endorphinen sorgen. Diese werden umgangssprachlich auch Glückshormone genannt, weil sie eine Art rauschartige Euphorie bewirken.

Spüren Sie die frische Meeresbrise beim Joggen an Deck, stählen Sie Ihren Körper im Fitnessstudio mit Meerblick oder lauschen Sie bei einer entspannenden Runde Yoga den Wellen des Meeres.

Auch wenn Ihre Sehnsucht nach der Heimat dadurch nicht ganz verschwindet, nach dem Training fühlen Sie sich bestimmt besser.

31. Verzehren Sie Kakao oder essen Sie ein Stück Schokolade

Schokolade macht glücklich. Sagt man. Was nach einem Werbespruch von Süßwarenherstellern klingt, hat tatsächlich einen wahren Hintergrund.

Der Verzehr von reinem Kakao setzt Glückshormone frei, wenn auch in deutlich geringeren Mengen als beim Sport.

 

Beim Essen von Schokolade können bei den meisten Menschen (eher nur) schöne Kindheitserinnerungen wachgerufen werden, die ebenfalls als Stimmungsaufheller wirken.

32. Bringen Sie sich zum Lachen

Ein ehrliches Lachen mit aktivierten Augen- und Wangenmuskeln signalisiert Ihrem Gehirn gute Laune.

Das funktioniert auch, wenn Sie das Lachen nur simulieren.

Sobald Sie die Lachmuskeln in Schwingung bringen, erzeugt das Gehirn in sich selbst diese Stimmung und schüttet Glückshormone aus.

Versuchen Sie, sich an eine Begebenheit oder einen Witz zu erinnern, wo Sie Tränen gelacht haben.

Sie können auch die Schiffsbibliothek nach einem lustigen Buch durchstöbern oder im TV-Programm oder im Video-Angebot nach einer witzigen Filmkomödie Ausschau halten.

33. Gönnen Sie sich etwas Gutes

Was tun Sie zu Hause, wenn es Ihnen schlecht geht?

 

Was Ihnen in der Heimat guttut, das hilft bestimmt auch auf Reisen.

Ob Lieblingstee im Kuschelbett, eine Massage, ein Saunabesuch, Ihre Lieblingsmusik oder Ihr Lieblingsessen im Restaurant – starten Sie ein Selbstverwöhnungsprogramm, das Sie entspannt und Ihnen wohltut.

34. Kaufen Sie Geschenke für die Daheimgebliebenen

Sie haben Sehnsucht nach Ihrer Familie und Ihren Freunden?

Dann kaufen Sie kleine Geschenke, die Sie später als Mitbringsel überreichen können.

Überlegen Sie, was den Beschenkten am besten gefallen würde, und stellen Sie sich die freudestrahlenden Gesichter im Moment der Übergabe vor.

35. Teilen Sie heimische Traditionen

Sie haben bereits nette Bekanntschaften an Bord geschlossen?

Dann bringen Sie doch einfach mal Ihre heimischen Traditionen ins Gespräch.

Ihr Lieblingsessen, das wöchentliche Kaffeekränzchen in Ihrem Lieblingscafé oder Rituale, die Sie und Ihre Familie schon viele Jahre pflegen.

Nach einem solchen Gespräch ist Ihnen leichter ums Herz und vielleicht bringen Sie ein paar Ideen für die eine oder andere neue Tradition mit nach Hause.

36. Weinen Sie, wenn Ihnen danach ist

Manchmal sollte man einfach mal den Tränen ihren Lauf lassen.

Es tut gut, die eigenen Gefühle auf diese Weise herauszulassen. Das wirkt befreiend und hilft, das Heimweh zu überwinden.

37. Markieren Sie das Reiseende

Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten.

Nehmen Sie beispielsweise einen Kalender, an dem Sie das Ende der Kreuzfahrt markieren, und streichen Sie jeden vergangenen Tag durch.

Sie können aber auch eine Countdown-App auf Ihr Handy laden, die Ihnen automatisch die verbleibende Zeit anzeigt.

Oder packen Sie ein sogenanntes Reservistenmaßband (ein einfaches Schneidermaßband tut’s auch) in den Koffer, von dem Sie jeden Tag einen Zentimeter abschneiden.

Bei einer Weltreise von über 150 Tagen, benötigen Sie gegebenenfalls mehrere Maßbänder. Für eine kürzere Kreuzfahrt schneiden Sie vorab so viel weg, dass die Anzahl der Reisetage übrig bleibt.

Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden: Sie werden schon bald merken, dass Sie angesichts Ihrer tollen Reiseerlebnisse das Abstreichen, Nachschauen und Abschneiden immer öfter vergessen.

Wie äußert sich Heimweh bei Hunden?

Die Reedereien Cunard und Hurtigruten bieten die Möglichkeit, Hunde mit auf die Kreuzfahrt bzw. Weltreise per Schiff zu nehmen.

Auf Transatlantikreisen der Queen Mary 2 werden die Tiere in Boxen untergebracht und erhalten Auslauf in einem eigenen Hundebereich. Im Gästebereich sind sie nicht gestattet.

Auf den Schiffen von Hurtigruten (außer Expeditionsschiffe) gibt es spezielle Kabinen, welche die Hunde auf See nicht verlassen dürfen. Auch die Unterbringung in einer Box auf dem Autodeck ist erlaubt. Gassigehen ist mehrmals am Tag möglich.

Optimal sind die genannten Varianten alle nicht.

Wenn Sie nicht einen Großteil der Kreuzfahrt auf dem Hundedeck, in der Kabine oder auf dem Autodeck verbringen wollen, müssen Ihre Vierbeiner sehr viel Zeit ohne Sie auskommen – an einem völlig fremden Ort, der so gar nicht nach zu Hause riecht und an dem sie deutlich weniger Bewegungsfreiheit haben.

Vielleicht fehlt ihnen auch der Hundekumpel von nebenan oder sie vermissen ihre gewohnte Gassirunde, auf der es immer so viel Neues zu entdecken gibt.

 

Hunde sind ebenso „Gewohnheitstiere“ wie Menschen.

Sie reagieren ähnlich wie wir, wenn sie mit einer neuen Umgebung konfrontiert werden, zumal sie nicht wissen, warum ihre Zweibeiner sie plötzlich woanders hin „verfrachten“.

In einer Situation, wo sie besonders viel Zuwendung benötigen würden, wird ihnen auf einmal wesentlich weniger Beachtung geschenkt als zu Hause.

Da kann selbst der reisefreudigste Hund Heimweh bekommen.

Aufmerksam sollten Sie werden, wenn Ihr Vierbeiner einen niedergeschlagenen Eindruck macht, das Fressen verweigert, ständig heult oder bellt, stark hechelt oder sein Spielzeug zerbeißt.

Was tun, wenn der Hund Heimweh im Urlaub hat?

Leidet Ihr Hund offensichtlich unter Heimweh, sollten Sie sich unbedingt viel mit ihm beschäftigen, auch wenn Sie dafür vielleicht das eine oder andere Highlight der Kreuzfahrt verpassen.

Ihn mehrmals täglich mit einer Extra-Portion Streicheleinheiten zu verwöhnen, kann manchmal Wunder wirken.

Vorbeugend sollten Sie die Lieblingsdecke und das Lieblingsspielzeug Ihrer Fellnase mit auf die Reise per Schiff nehmen.

Hundetrainer und erfahrene Hundehalter empfehlen, dem Tier ein getragenes Kleidungsstück mitzugeben. So hat er Ihren Duft in der Nase und bekommt gleichzeitig das Gefühl, nützlich zu sein, weil er auf etwas aufpassen muss.

Ein Pheromonhalsband mit einem Wohlfühlduft kann das Heimweh ebenfalls lindern.

Das Alleinsein will gelernt sein.

Deshalb sollten Sie Ihren Hund nur mit auf die Kreuzfahrt nehmen, wenn dieser bereits gewohnt ist, ab und an für längere Zeit ohne Sie zu sein. Anderenfalls ist das Heimweh auf der Weltreise vorprogrammiert.

Fazit:

Heimweh bei Erwachsenen im Urlaub ist etwas völlig Normales. Es zeigt, wie wohl Sie sich zu Hause fühlen.

Anders als Sie vermuten, sind Sie garantiert nicht die einzige Person, die von der Sehnsucht nach der Heimat geplagt wird.

Es gibt einiges, was man auf einer Kreuzfahrt vermissen kann: Familie und Freunde, Ihr eigenes Bett, Ihren gut gefüllten Kleiderschrank, Ihre Badewanne, das Eis beim Lieblingsitaliener, im Supermarkt einkaufen, Grillen und vieles mehr.

Da wäre es schon fast seltsam, während einer längeren Seereise oder gar einer Weltreise per Schiff kein Heimweh zu bekommen.

Werfen Sie beim ersten Anflug von Heimweh nicht gleich die Flinte ins Korn.

Machen Sie sich bewusst, dass es sich bei diesem Gefühl um eine völlig normale Reaktion auf den Ortswechsel handelt.

Akzeptieren Sie Ihre Situation und konzentrieren Sie sich darauf, es sich an Bord so angenehm möglich zu machen, statt sich noch tiefer in die Sehnsucht nach der Heimat hineinzusteigern.

Versuchen Sie, sich abzulenken, suchen Sie jemanden zum Reden und rufen Sie sich in Erinnerung, wie sehr Sie sich auf Ihre Weltreise-Kreuzfahrt gefreut haben.

Einen Abbruch der Reise sollten Sie nur dann in Erwägung ziehen, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Schließlich wäre nicht nur das Geld für die Kreuzfahrt weg, Sie müssten auch zusätzlich die Rückreise aus eigener Tasche finanzieren.

Eine Reiseabbruchversicherung nützt Ihnen in diesem Fall nichts.

Versuchen Sie es stattdessen lieber mit unseren Heimweh-Tipps, die sich schon auf so mancher Reise per Schiff bewährt haben.